Brutbestandsmonitoring Saatkrähe

Saatkrähe © Hans Glader

Saatkrähen sind Koloniebrüter, die ihre Nester aus Zweigen in Bäumen anlegen. Nach jahrelanger Verfolgung durch den Menschen haben sich die Bestände in den letzten Jahren erholt, aber immer noch geben für manche Menschen Saatkrähen Anlass für einen „Mensch-Wildtier-Konflikt“. Umso wichtiger ist es, den Brutbestand langfristig zu überwachen. Dank einer jahrzehntelangen Datenreihe, die Erfassung wurde lange von Manfred Scholz privat koordiniert, wissen wir über die vergangene Bestandsentwicklung vergleichsweise gut Bescheid. Aktuell erfolgt das Monitoring zunehmend digital und wird auf das Modul im Rahmen des Monitorings seltener Brutvögel (MsB) mit digitaler Datenübermittlung und festen methodischen Vorgaben umgestellt.

Der Aufwand für das Saatkrähenmonitoring ist mit einer Begehungen sehr gering und daher gut auch mit der Berufstätigkeit vereinbar. Gezählt werden alle intakten Nester. Die Begehung sollte einerseits möglichst spät erfolgen, andererseits ist bei Nestern in Laubbäumen eine Begehung vor dem Laubaustrieb dringend erforderlich, da später die Nester nicht mehr zu entdecken sind. Das bedeutet, dass die meisten Begehungen im April stattfinden sollten, bei Nestern in Eichen und Eschen kann auch Anfang Mai noch ausreichend sein.

Standorte von Saatkrähen-Kolonien können innerhalb eines größeren Gebietes wechseln; dies geschieht z.B. nach Vergrämungen. Untersuchungsgebiete sind daher oft größer als bei anderen MsB-Modulen und können einzelne Stadtteile oder Dörfer bzw. Kleinstädte umfassen. Die einzelnen (Teil-)Koloniestandorte können dennoch punktgenau eingetragen werden. In der freien Landschaft können auch einzelne Kolonien als Untersuchungsgebiet ausgewählt werden, wobei ein Radius um den Mittelpunkt der Kolonie gezogen wird.

Wenn Sie an der Erfassung teilnehmen möchten, melden Sie sich bitte im Vorfeld bei unserem Ansprechpartner. Alle notwendigen Informationen zur Methodik finden Sie in einem ausführlichen Merkblatt. Anleitungen zur Dateneingabe über ornitho bzw. die NaturaList-App erklären die notwendigen technischen Details. Außerdem erklärt ein Videotutorial die Dateneingabe via NaturaList-App.

Ansprechpartner

Ansprechpartner

Thomas Krüger

Landesamt für Natur, Umwelt und Verkehr (LANUK)
Leibnizstraße 10
45659 Recklinghausen

E-Mail: Thomas Krüger